Hinweise zu unseren Bausätzen

Unsere allgemeine Bauanleitung im jpg- und pdf-Format kann hier runtergeladen werden




Kleben auf Stoss

Unsere Bausätze sind keine Ausschneidebögen im herkömmlichen Sinne.
Bei dieser Art Kartonbausatz wird Karton von 250g pro m² verwendet.
Das reicht in den Nenngrössen Z und N in der Regel aus, ohne die Teile
zusätzlich zu verstärken, bis auf die Teile, bei denen eine entsprechende
Stärke notwendig ist, zum Beispiel bei Treppenstufen und dickeren Wänden,
um die Fenstertiefe darstellen zu können.

Alle Teile, auch wenn sie zusammenhängend dargestellt sind, sollten
einzeln ausgeschnitten werden und, nachdem die Schnittkanten farblich
angepasst wurden, auf Stoss zusammengeklebt werden. Ein Knicken (Falten)
um 90° , wie beim normalen Ausschneidebogen, führt in der Regel zum
Einreissen der gedruckten Oberflächen, was unschön aussieht und schwer zu
korrigieren ist. Deshalb gibt es auch keine zusätzlichen Klebeflächen,
die Stosskante ist die Klebefläche.


Bei den Dächern können die beiden Dachhälften durch knicken in den notwendigen Winkel gebracht werden, da hier die Knickkante nicht ganz so scharf ausfallen muss, außerdem wird bei den Ziegeldächern die zusätzliche Firsthaubenleiste noch aufgebracht.

Da, wo der Anwender auf solche Klebestreifen zurückgreifen möchte,ist Kartonmaterial zwischen den Teilen (Restmaterial) verwendbar.

Kleinstbauteilen, wie Schornsteine und ähnliches, sind auf schwächeren Karton (160g/m²) dargestellt, In dem Fall sind Klebelaschen vorhanden.

Bei den Schornsteinen sind die dazugehörigen Teile, wie Einfassung und Schornsteinkopf, jedoch auf Karton mit 250g/m² gedruckt (auf anderem Blatt).


Einfärben der Schnittkanten

Die Schnittkanten der Teile sollten unbedingt vor dem Verkleben eingefärbt werden.
In der Regel kann man mit Filzstiften schon gute Ergebnisse erzielen. Grössere Flächen,
wie die überstehenden Dachunterseiten, lassen sich besser mit Pinsel und Farbe einfärben.



Dachrinnen und Fallrohre

Dachrinnen und Fallrohre sind in unseren Kartonbausätzen nicht enthalten. Um sie darzustellen,
da wo es notwendig erscheint, sind verschiedene Lösungen möglich. Es können handelsübliche
Zubehörteile verwendet werden, die entsprechend angepasst werden müssen.

Eine andere Möglichkeit ist das Verwenden von getrockneten Halmen geeigneter Gräser,
in der Natur, beim Floristen, oder im Bastlerbedarf zu finden. Die Halme werden längs gespalten
und bilden so die Dachrinne. Für die Fallrohre ist Draht am geeignetsten. Er ist in allen
möglichen Durchmessern erhältlich. Plastisolierte Drähte aus Fernmeldekabel haben mitunter
schon die passende Farbe.

Plastische Wirkung der Modelle

Bei der einfachen Erstellung der Kartonmodelle, also vier Wände, Grundplatte,
Dach oben drauf - fertig, ist die plastische Wirkung wie die der Pfefferkuchenhäuser.
Eine optische Verbesserung tritt schon ein, wenn die zusätzlichen Türen, die denen gleichen,
die auf den Wandteilen zu sehen sind, ausgeschnitten und über letztere geklebt werden.
Das trifft in der Regel auf alle Türen, die bei Fachwerkhäusern und Nebengebäuden aus
Holz nach Außen zu öffnen sind. Bei gemauerten Wänden sind die Türen und Fenster
nach innen versetzt, so daß die Türen und Fenster ausgeschnitten werden müssen und die
zusätzlichen Türen, mit genügend Rand zum Kleben, von Innen auf die entsprechenden
Öffnungen gesetzt werden. Für die Fester werden dafür die Teile auf dünneren Papier
verwendet. Damit sind sie für Beleuchtung geeignet. Sie müssen dabei nicht jedes Fenster
einzeln ausschneiden sondern nur die entsprechende Wand. Beachten Sie aber, In der
Regel sind nur bei Großalarm alle Fenster eines Gebäudes beleuchtet. Also alle Fenster,
die Dunkel bleiben sollen, müssen von Innen mit einem Kartonrest überklebt werden.

Für die Darstellung von offenen Türen sind oftmals bei den zusätzlichen Türen auch deren
Gegenseiten vorhanden.


Beleuchtung der Modelle

Die Beleuchtung unserer Modelle ist in der -Einfachen Bauweise- nicht möglich.
Sollen die Modelle für Beleuchtung hergerichtet werden, müssen die Fenster ausgeschnitten
werden. Sie werden dann mit den beigelegten Fenstern auf Papier hinterklebt.

Beachten Sie bitte die Hinweise unter dem Punkt - Plastische Wirkung der Modelle -.

Für die Modelle, die unverstärkte Außenteile beinhalten, sollten die Innenseiten schwarz
eingefärbt werden, da der Karton noch ein gewisses Durchscheinen der Beleuchtung zuläßt.
Das kann mit Farbe, aber auch mit schwarzen Papier erfolgen.


Gestaltung der Modelle

Unsere Modelle sind fertig aufgebaut in den Abbildungen dargestellt.
Der Modellbauer sollte aber diese nur als Gestaltungsvorschlag ansehen und durch Streumaterialien
auf Schaumstoff- und Holzspanbasis, Geländematten und dergleichen geeigneten Deko-Materialien
gestalten. Der Händler in Ihrer Nähe bietet solche Materialien an. Aber auch selbsthergestelltes
Material aus der Natur oder dem Haushalt, z.B. der Kaffee-Abfall aus der Filtertüte zur Darstellung
von Braunkohle bietet verblüffende Effekte. Kreativität zeichnet den Modellbauer aus. Wer mit offenen
Augen seine Umwelt betrachtet, wird einiges im Modellbau verwenden können. Die Konservenbüchse
oder der Lockenwickler kann irgendwann interessant werden. Die scheinbar unmöglichsten Teile haben
ein modellbauerisches Recht entdeckt zu werden.


Bäume und Sträucher

Wer schon Bäume für seine Modelle gekauft hat, wird wissen, daß das ein Posten im Modellbauetat
ist, mit dem man nicht gerechnet hat. Ganz einfach, das sind die Teile auf der Anlage, wie noch einige
andere, die dem Salz in der Suppe gleich zu stellen sind. Ohne diese brauch man eigentlich gar
nicht weiter machen.
Einige Hersteller bieten traumhafte Produkte zu diesem Thema an,
leider auch zu ähnlichen Preisen.
Nun sollte man nicht die Hersteller deswegen verteufeln. Es ist schon ein gewaltiger
Aufwand um so etwas herzustellen.
Für die Dorflinde am Backhaus und ähnlich einzeln stehende Bäume, macht es Sinn auf solche
Produkte zuzugreifen. Es gibt darüber hinaus aber auch die Möglichkeit Naturprodukte nach
entsprechender Farbbehandlung zu verwenden. Wer schon einmal im Winter durch seinen
Garten gegangen ist,vorausgesetzt er hat im Herbst nicht schon alles weggesenst, wird bei manchen abgestorbenen Blütenständen feststellen, daß da, mit etwas Farbe versehend,
verblüffende Modellbäume, zum Beispiel Kugelarkazien für den Marktplatz der Kleinstadt,
im Garten herumhängen und nur darauf warten verwendet zu werden.
Gönnen wir ihnen und unserem Konto das scheinbar ewige Leben.

Der Städter, der keinen eigenen Garten hat, sollte mit seinem Freund, der selbigen aber
sein Eigen nennt, durchaus mit offenen Augen begutachten. Aber auch die Natur,
außerhalb der Gärten bietet, vor allem im Winter oder zeitigen Frühjahr Unerschöpfliches.


Quellen des Wissens

Wer sich im Modellbau auf dem Laufenden halten will sollte die verschiedensten Quellen nutzen.
Es gibt unzählige Bücher zu dem Thema. Bücher sind vor allem dann interessant, wenn man sich mit einem bestimmten Thema befasst.Vor allem sollte man aber die Zeitschriften nutzen,
die aktueller als jedes Buch, neue Produkte vorstellen, aber auch Modellbauvorschläge vermitteln,
die sonst Jahre der eigenen Erfahrungsfindung erfordern. Nutzen Sie solche Zeitschriften,
wie Sie sie unter Links - Zeitschriften finden.
aber auch das Internet ist wahrlich unerschöpflich, eine Auswahl, die laufend erweitert wird, finden Sie unter Links.



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letzte Änderung: 8/18/2012

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